Landgasthaus Scheffellinde, seit über 450 Jahre im Familienbesitz, bot seit jeher Besuchern und Wanderern einen Ort zum Ausruhen mit gepflegter Gastlichkeit und guter Küche.
Bei einem Gläschen gepflegten badischen Wein genießen Sie aus unserer gutbürgerlichen Küche typische Gerichte aus der Region Schwarzwald Baar Wutach, Wildgerichte aus heimischer Jagd oder ein zünftiges Vesper mit hausgemachtem Bauernbrot. Wir verfügen über mehrere Räume für kleine und größere Gesellschaften Urlaub in der Wutachschlucht im Schwarzwald die Scheffellinde, das kinderfreundliche Restaurant in der Wutachschlucht Scheffellinde - Tradition seit 1543 Unternehmungen in der Region Süd-Schwarzwald
Das idyllisch gelegene Landgasthaus Scheffellinde, im südlichen Schwarzwald
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Landgasthaus Scheffellinde
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Viktor von Scheffel, Stammgast und Namensgeber der Scheffellinde in Achdorf

 
DIE SCHEFFELLINDE
FAMILIENTRADITION SEIT 1543
 
Die Scheffellinde um 1891 Die im wildromantischen Wutachtal mit seinen botanischen und geologischen Besonderheiten gelegene Scheffellinde hat eine jahrhundertealte Tradition. Eine Taverne mit dem Recht, "Fremde zu beherbergen und Hochzeits-, Tauf- und Tanzveranstaltungen abzuhalten", wird erstmals im Jahre 1543 in Achdorf erwähnt. Sie war Teil eines herrschaftlichen Meierhofes, zu dem später auch eine Mühle, eine Brauerei und eine Drechslerei gehörte. Die Brauerei wurde 1905 aufgegeben. Im gleichen Jahr erhielt das Gasthaus eine Poststelle, die bis 1994 bestand.
 
Die zunächst namenlose Taverne wurde erst Linde genannt, nachdem Talbewohner im Andenken an den Westfälischen Frieden von 1648 und aus Dankbarkeit über das Ende der Schreckenszeit des Dreißigjährigen Krieges 1651 eine Friedenslinde vor das Gasthaus gepflanzt hatten. Unter ihr trat lange Zeit das Achdorfer Dinggericht zusammen.
 
Im Jahre 1972 musste der altersschwache Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Über seinem Stumpf ließ der seit 1966 "amtierende" Scheffel-Wirt Gustav Wiggert ein pilzförmiges Dach errichten und pflanzte eine neue Linde.
 
Wie seit ihrem Bestehen, übernahm 1893 die Familie Wehinger, aus der Gustav Wiggerts Mutter stammt, die Scheffellinde in mütterlicher Erbfolge von der Familie Meister. Eines ihrer Kinder war die von dem im 19. Jahrhundert populären Schriftsteller Joseph Viktor von Scheffel verehrte Tochter Josefine.
 
Inzwischen führt wiederum eine neue Generation die Geschäfte: Sabine und Karl-Friedrich, zwei der vier Kinder Gustav Wiggerts und seiner früh verstorbenen Ehefrau Anna, geborene Baumann. Sie pflanzten anlässlich der Feier zum 450jährigen Bestehen des Gasthofs ebenfalls eine Linde.
 
Die historische Scheffellinde brannte im Jahre 1930 bis auf die Grundmauern nieder. Sie wurde jedoch zwei Jahre später im gleichen Stil neu errichtet.
 
Der Literat, die Linde zu Achdorf und seine Liebelei mit Josefine
 

 
Von "unbeschwerten Stunden in der Linde zu Achdorf" schwärmte Joseph Viktor von Scheffel immer wieder in seinen Briefen. Am Ende des 19. Jahrhunderts gehörte der am 16. Februar 1826 in Karlsruhe geborene Schriftsteller zu den populärsten und erfolgreichsten seiner Generation. Egon III., Scheffel beim Liedvortrag in der Scheffellinde, 1906 in Donaueschingen residierender Fürst zu Fürstenberg, nahm ihn 1857 als Hofbibliothekar in seine Dienste. Der damals 31 jährige Scheffel entdeckte in dieser Zeit auf seinen Streifzügen nicht nur die Schönheit der Natur von Hegau und Baar. Trotz ehedem noch recht beschwerlichen Fußwegs in die Schlucht zur Linde, legte ihn der Literat immer wieder zurück. Er schätzte nicht nur die traditionelle Gastlichkeit des Hauses.
 
Mehr noch war er Wirtstochter Josefine zugetan. Sie ist es, die er in einem ihr gewidmeten Vers als Mariagutta besingt. Joseph Viktor von Scheffel war ein gern gesehener und verehrter Gast. Nach seinem Tod im Jahre 1886 wurde ihm zu Ehren die Linde in "Scheffellinde" umbenannt.
 
Die beiden Scheffel und Mariagutta darstellenden Ölgemälde befinden sich im Scheffelzimmer des Landgasthofes Scheffellinde.
 
Ende 1858 sandte Joseph Victor von Scheffel aus Donaueschingen an einen Freund, der ihn im Sommer besucht hatte, das Lied von der Mariagutta.
 
Mariagutta
 
Viktor von Scheffel
Mariagutta
 
Aus des Schreibsaals dumpfem Gähnen
fliegt zum Schwarzwald all mein Sehnen
und das Herz strebt stark hinaus...
Dort ein Falk' in reinen Lüften,
gleich ich hier der scheu in Klüften
eingeknaulten Fledermaus.
 
Denkste du noch, o Lerngefährte,
wie mit freundlicher Gebärde
du dich oft dem Freund gesellt?
Wie wir froh gefischt, geschwommen
Und dein Heimathaus erklommen,
Blumegg, das End der Welt?
 
Um die Burg, um Schlucht und Wipfel
Und schneeferner Alpen Gipfel
floß der Sonne letzter Strahl.
Unten tief durch Trümmerschatten
und durch tauig feuchte Matten
sprang die Wutach wild zu Tal.
 
Wenn wir dann durch Kluft und Schrunden
Kletternd uns bergab gewunden,
denkst du noch des Abends Rest?
Wohl umpflanzt von Hag und Bäumen
zeigt mit ländlich schlichten Räumen
Achdorf sich als Ausruhnest.
 
Süß winkt dort Getränk zum Nippen
und ein Schenk mit Rosenlippen
lacht zu Scherz und Schülerspaß;
Aus der dichtverzweigten Linde
rufen wir dem schmucken Kinde:
Mariagutta - spring mit dem Glas!

 
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